Der Compiler ist dein Freund

Compiler

Damit der geschriebene Quellcode vom Computer verstanden und ausgeführt werden kann, muss er vom Compiler in Maschinensprache übersetzt werden. Bevor der Compiler tatsächlich zu übersetzen beginnt macht er eine Analyse des Quellcodes. Findet er irgendwelche Fehler wird der Kompiliervorgang abgebrochen.

Unser Feind der Compiler

Jeder der sich schon mal eine Weile im Programmieren versucht hat sollte das kennen: Compiler-Fehlermeldungen sind nervig! Was will er denn? Ist doch eindeutig, was ich da programmiert habe! Das wirkt dann schon so, als ob einen der Compiler schikanieren würde. Aber: der Compiler hat immer Recht!

Der Compiler hat immer Recht

Obwohl es tatsächlich Compiler-Bugs gibt, sind diese so selten, dass man gerade bei Programmieranfängern davon ausgehen muss, dass der Compiler im Recht ist. Im Programmieralltag sind Compiler-Fehlermeldungen etwas ganz Normales. Auch wenn der geübte Programmierer beim Coden sehr wenige Fehler macht, rutsch doch immer wieder einmal ein Syntaxfehler durch, den der Compiler anschließend natürlich bemängeln muss. Solche Fehler werden einfach ausgebessert und die Sache ist erledigt. Ab und zu kommt es aber vor, dass der Fehler nicht ganz so leicht zu finden ist. Ist er dann letztendlich behoben, stellt sich meist heraus, dass der Compiler aus gutem Grund gemeckert hat.

Den Compiler unterstützen

Damit dir der Compiler noch zielgerichteter unter die Arme greifen kann, solltest du ihn, wenn es möglich ist unterstützen. Die Möglichkeiten hierfür sind natürlich stark sprachabhängig, Es gibt aber in den meisten Programmiersprachen Mechaniken um beispielsweise Variablen oder Objekte "read-only" zu machen. In C++ gibt es dafür das const-Keyword. Bei korrekter Verwendung dieses Schlüsselwortes spricht man im Allgemeinen von const-correctness. Bei Java gibt es das final-Keyword, welches eine Variable als unveränderlich markiert. Des Weiteren solltest du Zugriffsmodifikatoren (z.B. public, protected, private) verwenden und möglichst streng setzen. Je mehr Informationen du dem Compiler mitgibst, desto eher kann er ein mögliches Problem entdecken und dadurch Laufzeitfehler vermeiden.

Maximaler Warning-Level

Die meisten Compiler erlauben das Einstellen eines Warning-Levels. Damit könntest du den Compiler etwas weniger pingelig machen. Das ist aber keine gute Idee, denn im Normalfall gibt es einen guten Grund warum du eine Warnung vom Compiler erhältst. Deshalb solltest du dir von Anfang an angewöhnen, den Warning-Level maximal hochzustellen. Meist gibt es noch eine weitere Option mit der festgelegt werden kann, dass Warnungen als Fehler interpretiert werden sollen. Das hat zur Folge, dass ein Quellcode der Warnungen produziert nicht mehr in ein ausführbares Programm übersetzt wird. Das ist gut! So kannst du potentielle Fehler schon zur Übersetzungszeit erkennen und beheben.

Fazit

Der Compiler ist tatsächlich dein Freund. Wenn du versuchst ihn über deine Absichten zu unterrichten, dann bleibt dir dadurch vielleicht der eine oder andere Laufzeitfehler erspart. Und Laufzeitfehler sind deutlich aufwendiger zu beheben als Compiler-Fehlermeldungen (Fehler zur Übersetzungszeit).

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